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Küsten- und Bodengestaltung

Die Westküste Zanzibars ist durch zahlreiche – teilweise atollartige – Buchten reich gegliedert, hat nur ein schmales Strandriff und große Wassertiefen nahe dem Ufer. Zanzibar wird umsäumt von einem Wallriff, das in der Nähe der vorgelagerten Inseln – die größte ist Tumbatu – sich über den Meeresspiegel erhebt. Fast überall ist das Ufer der Westküste leicht zugänglich.

Die Ostküste ist dagegen fast ungegliedert. Sie wird von einem mächtigen Strandriff mit hoher Brandung begleitet und fällt an vielen Orten steil ins Meer ab.
Das Innere der Insel zerfällt kulturgeographisch und physisch in zwei Hälften. Die Westhälfte trägt meridionale Hügelketten, so den Masinginiberg (135 m), und zeigt stellenweise sumpfige Niederungen. Zahlreiche fließende Gewässer zeigen sich hier, so der Zingwe-Zingwe und der Mwera. Der außerordentlich fruchtbare Boden besteht aus tiefgründigen Alluvialmassen aus verwittertem Korallenkalk.

Die Osthälfte ist dagegen unfruchtbar, flach und wasserarm, hat eher Karstcharakter mit Dolinen, Höhlen und unterirdischen Flüssen.

Klima

Zanzibars Klima ist maritim, im Dezember und Januar wird es am wärmsten, die jährlichen Durchschnittstemperaturen liegen bei 26,5 °C. Das Kulturgebiet ist tropisch.

Flora und Fauna

Zanzibar ist die einzige Heimat des Zanzibar-Stummelaffen (Piliocolobs kirkii). Viele Strände des Archipels werden von Meeresschildkröten für ihr Brutgeschäft aufgesucht. In Nungwi gibt es eine Aufzucht- und Schutzstation für Meeresschildkröten. Vor der afrikanischen Küste leben zahlreiche große Haiarten wie der Bullenhai oder Tigerhai, aber auch große Planktonfresser wie der Walhai.

Bevölkerung

Die Zanzibari, so nennt man die Inselbevölkerung, zählten im Jahre 2000 fast eine Million Menschen. Sie bestehen aus Afrikanern, Indern, Persern und Arabern.

Die mit 97 Prozent überwiegende Religion ist der Islam. Die restlichen 3 Prozent sind Hindus, Christen oder Anhänger einer Naturreligion. Die Nationalsprache ist Swahili. Auf Zanzibar lebt außerdem eine kleine Gruppe von etwa 10.000 Kharidjiten. Für die Integrität des Staates Tansania und das junge demokratische Mehrparteiensystem ist die Lage auf Sansibar problematisch, da islamisch-arabische Kräfte den Ausbau der Autonomie und letztlich die Unabhängigkeit als einen islamischen Staat anstreben.

Die Bevölkerung wuchs im 20. Jahrhundert stark an. 1920 lebten hier 114.000 Menschen, 1935 234.000, 1963 319.000, 1967 364.000, 1978 479.000 und 1988 623.000. Heute gibt es fast eine Million Zanzibari.

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